Katzenfutter Zutaten lesen: Was die Deklaration wirklich verrät | kattuno

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Katzenernährung · Transparenz

Katzenfutter Zutaten lesen — was die Deklaration wirklich verrät

Lesezeit: ca. 6 Minuten · Zuletzt aktualisiert: März 2026

Wer die Zutatenliste auf einem Katzenfutter liest, begegnet oft einer Mischung aus vertrauten Begriffen und verwirrenden Formulierungen: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse", "Öle und Fette", "verschiedene Zucker". Was bedeutet das — und warum ist Transparenz bei der Deklaration so wichtig?

Wie Zutatenlisten bei Katzenfutter funktionieren

Wie bei Lebensmitteln für Menschen gilt auch bei Tiernahrung: Zutaten werden in absteigender Reihenfolge nach ihrem Gewichtsanteil aufgelistet. Was als erstes steht, ist am meisten enthalten.

Klingt einfach — wird aber durch Sammelbegriffe komplex. Das EU-Recht erlaubt es Herstellern, Zutaten unter Kategorienamen zusammenzufassen, anstatt jede Zutat einzeln zu nennen.

Was "tierische Nebenerzeugnisse" wirklich bedeutet

"Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ist die häufigste Formulierung auf günstigen und mittleren Katzenfuttern. Sie bedeutet: Irgendein tierisches Material, das nicht Muskelfleisch ist — also Innereien, Knochen, Haut, Federn, Blutmehl oder ähnliches.

Das muss nicht schlecht sein — Innereien sind ernährungsphysiologisch wertvoll. Das Problem ist die Unbestimmtheit: Welche Tierart? Welche Anteile? Die Zusammensetzung kann von Charge zu Charge variieren.

✗ Unklar: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (mind. 4% Huhn)"
→ 4% Huhn — was sind die restlichen 96%?

✓ Transparent: "Hühnerherzen 45%, Hühnerfleisch 22%, Hühnermagen 15%, Hühnerleber 8%"
→ Jede Zutat einzeln und prozentual deklariert.

Sammelbezeichnungen erkennen

Folgende Formulierungen sind typische Hinweise auf unvollständige Deklaration:

  • "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" — unspezifisch, variabel
  • "Öle und Fette" — welche Öle? Pflanzlich, tierisch, welche Qualität?
  • "Verschiedene Zucker" — Zuckerzusatz ist in Katzenfutter grundsätzlich unnötig
  • "Getreide" — welches Getreide, wie viel, warum?
  • "Pflanzliche Nebenerzeugnisse" — Füllstoffe ohne spezifischen Wert

Was eine gute Zutatenliste auszeichnet

Hochwertige Katzenfutter deklarieren jede Zutat einzeln und mit Prozentangabe. Das ermöglicht eine echte Beurteilung der Zusammensetzung:

  • Jede tierische Zutat einzeln benannt (Hühnerherzen, Lachsfilet, Lammfleisch)
  • Prozentangaben bei den Hauptbestandteilen
  • Kein Getreide, kein Zuckerzusatz
  • Funktionale Zusätze klar benannt (z.B. "Flohsamenschalen 0,5%, MOS 0,1%")
  • Keine Aromen, Farbstoffe oder künstlichen Konservierungsstoffe

Faustregel: Je kürzer und spezifischer die Zutatenliste, desto besser. Wenn jede Zutat einen nachvollziehbaren Grund hat, im Futter zu sein, ist das ein gutes Zeichen.

Analytische Bestandteile: Was dahinter steckt

Neben der Zutatenliste findet man auf Katzenfutter die "analytischen Bestandteile" — Protein, Fett, Rohasche, Rohfaser und Feuchtigkeit. Diese Angaben sind nützlich zum Vergleich:

  • Protein: Nassfutter sollte mind. 8–10% aufweisen (auf Trockensubstanz deutlich mehr)
  • Rohasche: Unter 2,5% ist gut — hohe Aschewerte deuten auf viel Knochen oder Knorpel hin
  • Rohfaser: Geringe Mengen (unter 1%) sind bei Nassfutter normal
  • Feuchtigkeit: Nassfutter hat typischerweise 75–82%

Warum Transparenz bei kattuno Prinzip ist

kattuno verzichtet konsequent auf Sammelbezeichnungen. Jede Zutat ist einzeln aufgeführt — Katzenhalter sollen exakt wissen, was im Napf ihrer Katze landet und warum jede Zutat enthalten ist.

Vollständige Deklaration ist bei kattuno kein Versprechen — sondern das Produktprinzip. Launch Q4 2026.

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